Edelhölzer

 

 

 

Bruyere/Baumheide  (Erica arborea)

 

Seit etwa Anfang des 19. Jahrhunderts nutzt man – zunächst in Frankreich – die knollenartigen Wurzeln zur Herstellung

 

von Tabakpfeifen. Dazu erntet man die mit 30 bis 60 Jahren etwa fußballgroßen Wurzelknollen und kocht sie zunächst mehrere

 

Stunden in Kupferkesseln; anschließend müssen sie mehrere Monate trocknen, bevor sie weiterverarbeitet werden. Das Holz ist

 

hell- bis rotbraun, häufig schön gemasert und aufgrund mineralischer Ablagerungen sehr hart und hitzeresistent.

 

 

 

Cocobolo  (Dalbergia retusa, D. tucurensis)

 

Cocobolo-Holz wird in kleinen Mengen aus Zentralamerika nach Europa importiert. Das Holz ist sehr hart und dicht.7

 

Das Kernholz ist orangerot bis dunkelbraun und von schwarzen Adern durchzogen. Cocobolo gehört zu den gesuchtesten

 

Palisanderhölzern. Es ist ein ausgesprochenes Luxusholz für Messergriffe, kleine Drechseleien  und Blasinstrumente.

 

Auch in der Bildhauerei wird es geschätzt.

 

 

 

Ebenholz schwarz-weiß  (Diospyros embryopteris)

 

Ebenholz schwarz-weiß ist ein echtes Ebenholz und wird auch Royal White Ebony genannt. Es zählt wie Makassar zu den farbigen

 

Ebenhölzern und ist nur noch viel seltener und teurer als dieses. Seit Jahrhunderten ist es wegen seiner Schönheit

 

und Seltenheit sehr begehrt und war den Königen und Herrschern der Herkunftsländer vorbehalten. Es wird sehr selten angeboten

 

und kommt aus Laos und Burma.

 

 

 

Grenadill  (Dalbergia melonoxylon)

 

Grenadill-Holz ist ein tief dunkelbraunes bis fast schwarzes Hartholz der Palisander-Familie mit feiner schwarz-violetter Zeichnung.

 

Mit einer Dichte von 1400 kg/m3 ist Grenadill eines der schwersten Hölzer überhaupt. Das dunkle Kernholz ist von einer leuchtend

 

gelben, recht dünnen Splintholzschicht umgeben, der allgemein verwendete Teil des Baumes ist das Kernholz. Es ist sehr fein und

 

homogen strukturiert und fühlt sich bei Berührung glatt und etwas ölig an. Grenadill wird bevorzugt im Instrumentenbau

 

verwendet.

 

 

 

Greenheart  (Demerara)

 

Grünherz-Holz  kann von sehr unterschiedlicher Farbe sein. Es gibt Variationen von gelbgrün, hell- und dunkel-oliv oder gelblich-

 

und dunkelbraun bis hin zu schwarz. Der Faserverlauf des Holzes ist meist gerade oder wechseldrehwüchsig. Dabei ist die Struktur

 

fein und ebenmäßig. Grünherzholz ist ein sehr hartes, schweres und dichtes Holz, wodurch es schwierig zu bearbeiten ist. Es hat

 

eine hohe Biege-, Druckfestigkeit, nur eine geringe Verformbarkeit ist erkennbar. Da es sehr vielfältig verwendet werden kann,

 

kommt es u.a. zum Beispiel beim Schiffsbau, als Billardstock oder auch als Angelrute zum Einsatz.

 

 

 

Makassar-Ebenholz  (Diospyros celebica)

 

Das Makassar-Ebenholz  gehört zu den wertvollsten Edelfurnierhölzer. Aufgrund dessen wird es für die Herstellung von Furnierholz 

 

als Messerholz für Deckfurniere verwendet. Das äußerst attraktive und dekorative Holz gehört mit seinem gestreiften

 

Erscheinungsbild zu den farbigen Ebenhölzern, ist aber sehr viel seltener und zählt zu den teuersten Hölzern des Handels.

 

 

 

Mopane  (Colophospermum mopane)

 

Mopane-Holz ist ein eher seltenes Holz. Traditionell wird Mopaneholz für den Hausbau und für Kraalszäune verwendet und die

 

Zweige werden als "Zahnbürste" gekaut. Das Kernholz ist dunkelbraun bis rotbraun. Es gehört zu den schwersten Hölzern 1300

 

kg/m³ des südlichen Afrika und ist durch seine Härte schwer zu bearbeiten. In der jüngeren Zeit setzt sich Mopane-

 

Holz im Holzblasinstrumentenbau immer mehr als mögliches Ersatzholz für Grenadill (Dalbergia melanoxylon) durch, da es ebenso

 

wie dieses sehr hart und dicht ist und auch ähnlich vorteilhafte klangliche Eigenschaften besitzt.

 

 

Palisander  (Dalbergia latifolia)

 

Die Bezeichnung Palisander stammt wohl vom spanischen Ausdruck palo santo, was wörtlich übersetzt so viel wie "heiliger Pfahl,

 

heiliges Holz" bedeutet. Das harte Kernholz ist dunkelpupur bis violett von dunklen Adern durchzogen. Daher wird es vorzugsweise

 

für Furniere, Messerhefte und bei der Drechslerei verwendet. Es ist aber auch DAS Holz der Instrumentenbauer (Griffbretter,

 

Zargen).

 

 

 

Pflaumenholz  (Prunus domestica)

 

Dass Pflaumen und Zwetschgen systematisch in Mitteleuropa angebaut wurden, soll das Verdienst Karls des Großen gewesen sein.

 

Das Holz von Pflaumenbäumen ist hart, dicht und feinporig mit einer Darrdichte von  750 kg/m³. Das Kernholz zeigt rote und

 

violette Töne. Aufgrund des geringen Stammdurchmessers der Bäume wird das Holz beim Schreinern, Schnitzen und Drechseln

 

überwiegend für kleinere Werkstücke, Musikinstrumente und dekorative Elemente verwendet, seltener als Furnier oder Möbelholz.

 

 

 

Wenge  (Millettia laurentii)

 

Wenge ist seit Jahren ein Klassiker der Möbel- und Funierhölzer. Es hat eine  unverwechselbare Struktur mit großen dekorativen

 

Poren. Die Farbe ist dunkelbraun bis schwarz , abhängig von der Schnittrichtung. Wenge ist sehr schwer ca. 1000 kg/m³.

 

Es lässt sich gut bearbeiten, neigt bei unregelmäßigem Faserverlauf allerdings zum Splittern.

 

 

 

Wildolive   (Olea europaea)

 

Die wilde Olive hat ein weit auseinanderliegendes, nicht zusammenhängendes  natürliches Vorkommen: Mittelmeergebiet, Naher

 

Osten und Südafrika. Es gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Das Holz gehört sicherlich zu den schönsten Hölzern überhaupt und

 

ist durch große Vielfalt geprägt. Das Kernholz ist gelb-grau bis lachsfarben oft durchwirkt mit olivbraunen dunklen Streifen. Das

 

Schnittholz wird von alten nicht mehr tragenden Olivenbäumen geerntet und weißt besonders schöne Strukturen auf. Olivenbäume

 

wachsen besonders langsam. Daher ist ihr Holz besonders hart und dicht. Jedoch ist es dadurch aber auch nur sehr begrenzt in

 

halbwegs  fehlerfreien Mengen verfügbar.

 

 

 

 

 

Edelharz  (Polyethylen)

 

 

Edelharz ist ein hochwertiger Kunststoff, dessen Langlebigkeit eine hohe Wertbeständigkeit garantiert. Die Herstellung der

 

Edelharzgriffe erfolgt in aufeinander abgestimmten, mehrteiligen Arbeitsschritten. Aus massiven Rundstangen werden zunächst die

 

Grundformen einzeln herausgearbeitet.  Danach werden die Rohlinge in sogenannten „Scheuertrommeln“ unter Verwendung

 

von speziellem Poliergranulat entgratet und vorpoliert. Abschließend wird jeder einzelne Griff mit der Hand sorgsam poliert und

 

erhält so seine haptische Qualität und den besonderen Glanz.

 

 

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